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Die Herstellung

Ich möchte auf dieser Seite veranschaulichen, welche Arbeitsschritte es erfordert, um ein Schmuckstück/ eine "Halskette aus der Natur" herzustellen.

Zuerst muss natürlich die Basis geschaffen werden, das Holz für den Kettenanhänger.
Also streife ich durch Wälder und Parks, um Seen und Felder, um dort nicht gerade gewöhnliche Äste und Wurzeln zu entdecken, mit durchaus sehenswertem Erfolg.
Vielleicht denkt manch einer..."na gut, 'nen Ast zu finden, kann ja nicht so schwer sein, Bäume gibt es doch in Hülle und Fülle". Aber es ist nicht so einfach, wie es sich anhört.
Viele Zweige sind brüchig, morsch, zu weich oder von netten kleinen Tierchen bewohnt. Ich meine Würmer, Ameisen, Käferchen und dergleichen. Es ist auch relativ schwer, eine geeignete Grundform zu finden. Die meisten Astgabeln sind einfach zu gerade und besitzen nichts, was mich fasziniert. Und weil ich in meinen Schmuckstücken die von der Natur gegebene Grundform des Astes erhalten, ja sogar hervorheben will, ist die Form ein sehr wichtiger Aspekt.
Das beste Holz ist das Wurzelholz. Es hat meistens eine außergewöhnliche Form. Doch Wurzeln liegen nicht immer einfach so herum. Sie zu entdecken ist sehr selten. Und Wurzeln von gesunden Bäumen auszugraben könnte ich mit meiner Achtung zur Natur nicht vereinbaren.

Wenn ich dann bei meiner Suche fündig wurde, geht es darum, das Holz zu säubern und die Rinde zu entfernen. Auch hierbei muss ich weiter aussortieren. Meistens entdeckt man erst jetzt, ob ein Ast oder eine Wurzel geeignet ist. In besonderen Glücksfällen erscheint eine wunderschöne Maserung. Leider ist das sehr selten.

Dann schneide oder säge ich die ausgesuchten Stücke auf die richtige Größe zu, um somit die Grundform zu erhalten

Nun werden die Rohlinge zuerst durch schnitzen weiter in Form gebracht, ohne die Grundform zu verändern. Sie werden nur etwas schmaler und filigraner und unbrauchbare Ast-oder Dornenreste werden entfernt.

Dann folgt der erste Grobschliff. Jetzt erkennt man das erste mal die endgültige Form des Anhängers.
Nun wird das Loch für die Kette gebohrt.

Es folgt der zweite Grobschliff und zwei bis drei Feinschliffe, damit der Anhänger eine angenehme glatte Oberfläche bekommt.

Um die Farben und die Maserung besser hervorzuheben, wird der Anhänger poliert, was ihm je nach Holzart auch einen feinen Glanz verleiht.

Zum Schutz vor äußeren Einflüssen behandel ich ihn noch mit einem Firnis auf Acrylbasis.

Nach der Trocknung (ca.1-2 Std.) fehlt nur noch der Edelstein bzw. das Mineral, das eingesetzt werden muss.
Auch dabei ist es nicht so einfach eine geeignete Auswahl zu treffen. Nicht jeder Stein passt zu jedem Holz. Und nicht immer habe ich das Passende vorrätig. Also gehe ich in div. Edelstein- und Mineralienläden auf Suche.
Wenn der richtige Stein oder Mineral gefunden ist, wird er in den Anhänger geklebt.
Nach der Trocknung (mind. 4 Std.) ist der Anhänger fertig.

Jetzt fehlt nur noch die Kette.
Entweder ziehe ich diverse Arten von Perlen, Steinchen, Stäbchen o.ä., die es aus verschiedenen Materialein gibt, auf ein Schmuckdraht auf inkl. des Anhängers. Oder nur der Anhänger allein wird auf ein Schmuckdraht, Lederband oder Textilband gezogen und dann wird der Verschluß angebracht.

Die Halskette ist fertig!

abgestorbener Ast des Trompetenbaum

abgeschnitteses Aststück/ unbehandelt

Aststück entrindet und geschnitzt

Aststück nach 1.und 2. Grobschliff

Aststück nach 1.bis 3. Feinschliff

Aststück nach polieren und Firnis

fertiger Anhänger

fertige Kette